Sportler

Vom Handball-Spieler in Berlin zum Fechter in Bad Segeberg.

Aktuelle Sportart: Fechten

Als eine der ältsten Sportarten im Zweikampf hat sich das moderne Sportfechten heutzutage zu einem rasantem Wettkampfsport entwickelt, der Taktik und Konzentrationsfähigkeit mit Athletik verbindet. Gefochten wird klassischer Weise in den drei Waffengattungen Säbel, Florett und Degen, die jeweils über ein eigenes Regelwerk verfügen. Fechten gehört zu den Gründungssportarten der Olympischen Spiele der Neuzeit und gehört seither durchgängig zum olympischen Programm. 

Meine Welt im Sport

Handball-Spieler

Als Kind kam ich zum Handball-Sport und blieb diesem auch als Jugendlicher und junger Erwachsener treu. Das Handball-Spielen betrieb ich durchaus sehr ernsthaft, spielte in Berlin durchweg in der höchsten Spielklasse und errang mehrere Titel – regionale (Berliner Meisterschaften) sowie auch überregionale (4. Platz, Deutsche Meisterschaften). Als junger Erwachsener konnte ich noch eine Saison in der Regionalliga spielen, ehe ich dann mit meinem Umzug nach Norddeutschland und dem Beginn der Offizier-Ausbildung das aktive Handball-Spielen in einer Vereinsmannschaft aufgab. Mein letzter Einsatz als Spieler erfolgte schließlich bei den Deutschen Marine-Meisterschaften, wo wir den zweiten Platz belegten.

Handball-Schiedrichter

Sobald es die entsprechenden Altersbeschränlungen zuließen, durchlief ich die Ausbildung zum Handball-Schiedsrichter und arbeitete mich mit meinem Gespann-Partner relativ schnell durch die verschiedenen Leistungskader. Gerade als wir vom Handballverband Berlin für den Aufstieg in den Schiedrichter-Nachwuchs-Kader das Deutschen Handball-Bundes vorgeschlagen worden waren, verschlug es mich nach Schleswig-Holstein. Mein Schiedsrichter-Partner war einige Monate zuvor ebenfalls beruflich bedingt nach Hamburg gezogen, wo uns der dortige Landesverband sogleich einen Anfängerkurs empfahl… Damit beendeten wir unsere aktive Zeit als leistungsbezogen agierendes Schiedsrichtergespann. Jahre später leitetet ich dann noch vereinzelt ehrenamtlich Handballspiele der Jugend, hatte aber keine Ambitionen mehr, in den obersten Leistungsbereich zurückzukehren.

Handball-Trainer

Mein älterer Sohn endeckte im Grundschulalter das Handball-Spielen für sich – im übrigen ohne von meinen eigenen sportlichen Altivitäten in diesem Bereich zu wissen. Hierdurch war ich zunächst als begleitendes Elternteil wochenends wieder in Handball-Hallen präsent und beobachtete die noch sehr jungen Spieler und ihre Entwicklung von aussen. Nachdem der Trainer angekündigt hatte, die Mannschaft nicht mehr betreuen zu können, wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könne, die Mannschaft zu übernehmen. Zusammen mit einem weiteren Vater, der als ausgebildeter Sportlehrer für die Athletik der Spieler verantwortlich war, bildete ich die Truppe nun weiter aus. Zwei Jahre später wurden wir Kreismeister, gewannen danach die entsprechenden Qualifikationsturniere und schaftten es schließlich bis ins Final-Four der Schleswig-Holstein-Meiusterschaft. Hier wurden wir stolze Dritte und denken noch heute gerne an diesen Erfolg zurück.

Es ist nie zu spät – Einstieg mit 50 Jahren

Angeregt durch meinen jüngeren Sohn, den ich gemeinsam mit meiner Frau als Kind und Jugendlichen zu Fechtsport-Veranstaltungen begleitet habe, fand ich im Alter von 50 Jahren auch selbst zu dieser Sportart. Während mein Sohn mit dem Säbel aktiv ist, entschied ich mich für den Degen als Fechtwaffe und lerne seither wöchentlich dazu. In der Fechtgesmeinschaft Segeberg geniesse ich den Luxus, gemeinsam mit gleichaltrigen Fechtern trainieren und von deren Erfahrung profitieren zu können. Insgesamt zwei Fechtmeister kümmern sich hierbei um durchaus motivierte sog. „Veteranen“ (so werden Fechterinnen und Fechter ab 40 Jahren genannt), die mit viel Lust und guter Laune dem Fechtsport nachgehen, ohne dass der Wettkampfcharakter hierunter leiden würde.